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Neue Therapie-Chance für Hirntumore?

Ein Medulloblastom ist ein bösartiger Tumor des Kleinhirns, der vermutlich hauptsächlich aus neuralen Stammzellen oder Vorläuferzellen entsteht. Über Signalwege der Notch-Rezeptoren wird die Differenzierung, Vermehrung und das Überleben solcher Zellen gesteuert. unterstützt das Überleben und die Vermehrung nicht-neoplastischer, normaler neuraler Stammzellen und verhindert ihre Differenzierung. Der Notch-Signalweg ist auch in den erwähnten Tumoren aktiviert, was einen molekularen Zusammenhang vermuten läßt.

Diese Überlegung und die Hypothese, daß es in vielen Tumorgeweben Tumorstammzellen gibt, veranlaßten Xing Fan und seine Kollegen von der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore/Maryland dazu, den Notch-Signalweg mit Hilfe eines Inhibitors zu blockieren, um dessen Wirkung auf das Tumorwachstum zu untersuchen. Die Behandlung mit dem Inhibtor GSI-18 führte zu einer Verlangsamung des Zellwachstums, nicht aber zu einer vollständigen Stagnation. Die Fähigkeit der Zellen, in lebendem Gewebe Tumore zu erzeugen, wurde allerdings gehemmt, ohne dass GSI-18 Nebenwirkungen auszulösen schien. Deswegen wäre der Wirkstoff eventuell für einen therapeutischen Einsatz denkbar, denn herkömmliche Chemotherapie entfernt effektiv die besser differenzierten Zellen, läßt jedoch die meisten stammzellähnlichen Zellen am Leben. In Zukunft würden durch eine konventionelle Chemotherapie die Zerstörung der größeren Masse an Tumorzellen bewirken, während Signalwegblocker die Tumorstammzellpopulation angreifen können. Diese Strategie könnte nach weiteren Untersuchungen zu einer neuen Chance für die erfolgreiche Behandlung von Hirntumoren und anderer Krebsarten werden.

Zu diesem Thema finden Sie folgende Antikörper auf antikoerper-online.de:

Antikörper aus dem Forschungsgebiet „Signaling“:

Antikörper aus dem Forschungsgebiet „Cancer“: