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Antikörper gegen Mikropartikel

Mikropartikel sind kleine, von der Zellmembran stammende Vesikel, die von Zellen bei Aktivierung oder während der freigesetzt werden.

In Körperflüssigkeiten treten heterogene Mikropartikelpopulationen auf. Mikropartikel unterscheiden sich in ihrer zellulären Herkunft, Zahl, Größe, Antigenzusammensetzung und ihren funktionellen Eigenschaftenen. Mikropartikel tragen typischerweise die Zellmembran-Antigene ihrer zellulären Herkunft. Mikropartikel entfalten ein breites Spektrum biologischer Aktivitäten, z.B. unterstützen sie die durch Exposition von tissue factor (TF, auch genannt), dem Initiator der in vivo. Desweiteren wird angenommen, daß Mikropartikel in Zell-Zell-Interaktionen und der Signalaktivierung eine Rolle spielen, indem sie bioaktive Moleküle zu anderen Zellen transferieren. Erhöhte Mikropartikelwerte bei vielen verschiedenen Krankheiten weisen auf eine mögliche diagnostische Bedeutung hin, besonders bei vaskulären Erkrankungen wie Thrombose, , oder der Reaktion auf Pathogene.

Mikropartikel werden gewonnen, indem Körperflüssigkeiten oder Zellkulturüberstände zentrifugiert werden, um intakte Zellen und zu entfernen. Der Überstand enthält die Mikropartikel und kann dann direkt analysiert werden. Isolierte Mikropartikel können für funktionelle Untersuchungen oder in der eingesetzt werden. Die Aktivität von Mikropartikeln wird z.B. anhand der getestet.

Aktuelle Forschungsergebnisse zu Mikropartikeln

    (1) Mikropartikel und Tissue factor-spezifische Antikörper

Die -Expression TF-positiver Mikropartikel im Blut von Patienten, die einen akuten myokardialen Infarkt erlitten hatten, wurden zum einen nach Stentimplantation und zum anderen nach Thrombolyse analysiert. Nach Thrombolyse war die -Expression TF-positiver Mikropartikel verringert. Eine Stent-Implantation hatte keinen derartign Effekt: TF-Blutplasmawerte und TF-positive Mikropartikel waren nach dem Eingriff unverändert. Nach der Thrombolyse zeigten erhöhte und F1+2 Blutplasmakonzentrationen eine Aktivierung der Fibrinolyse und an. Membran-assoziierte hemmten die -Aktivität zirkulierender Mikropartikel. Die Verfasser der Studie schlossen daraus, daß der Abbau des , der zu einer ungehinderten -Aktivität führt, für die nach Thrombolyse wichtig ist (Steppich et al.).
Bei Krebspatienten wurden hohe Werte -positiver Mikropartikel gefunden, die mit hohen -Werten korrelierten. wurden als Indikatoren der hämostatischen Systemaktivierung festgelegt, weshalb G. Hron et al. davon ausgehen, dass -positive Mikropartikel an der Hämostaseaktivierung bei Krebspatienten beteiligt sind (Hron et al.).

    (2) Mikropartikel und Blutplättchen-spezifische Antikörper

Die Zahl der Mikropartikel, sowie deren zelluläre Herkunft und Oberflächenexpression des wurde mittels in bestimmt. Der Einfluß von Mikropartikeln auf die sreaktion wurde an vielen verschiedenen Proben untersucht. Die Mehrheit der Mikropartikel (75%) stammte von . Die Rate der war in -aktivem Blutplasma sehr viel höher, wenn -freies Plasma mit Mikropartikeln versetzt wurde. Nach Keuren et al. könnte dieser Effekt auf die fördernden Wirkung der Mikropartikel über den -aktivierten zurückzuführen sein.
Auch diese Experimente bestätigen eine Rolle von Mikropartikeln in der Hämostase (Keuren et al.).

    (3) Mikropartikel und Endothelzellen-spezifische Antikörper

Eine Untersuchung an gesunden Testsubjekten zeigte eine Korrelation zwischen verringerter Arterienelastizität und den Werten zirkulierender (+)/(-) Mikropartikel. Die Mikropartikelwerte könnten folglich als Marker für vaskuläre Schäden dienen (Wang et al.).
Auch zwischen präklinischer Atherosklerose und zirkulierenden Mikropartikeln wurde ein Zusammenhang gefunden (Chironi et al.). Der Anteil von Mikropartikeln, die von Leukozyten stammen, wurde anhand ihrer Affinität für bestimmt. Er war in solchen Patienten erhöht, bei denen in Ultraschalluntersuchungen Anzeichen auf eine "präklinische" Atherosklerose hinwiesen.
Die Blutplasmawerte -positiver, endothelialer Mikropartikel ließen sich durch eine Interferonbehandlung signifikant reduzieren. Mikropartikelwerte könnten daher als Marker für die individuelle Reaktion auf Therapien bei der Behandlung von Multipler Sklerose genutzt werden (Sheremata et al.).

Folgende Antikörper finden Sie hierzu auf antikoerper-online.de:

Quelle:

G. Hron et al.: Tissue factor-positive microparticles: Cellular origin and association with coagulation activation in patients with colorectal cancer, Thromb Haemost 2007

B. Steppich et al.: Tissue factor pathway inhibitor on circulating microparticles in acute myocardial infarction, Thromb Haemost 2005

J.F. Keuren et al.: Effects of storage-induced platelet microparticles on the initiation and propagation phase of blood coagulation., Br J Haematol. 2006

J.M. Wang et al.: Increased Circulating CD31+/CD42- Microparticles Are Associated With Impaired Systemic Artery Elasticity in Healthy Subjects., Am J Hypertens. 2007

G. Chironi et al.: Circulating leukocyte-derived microparticles predict subclinical atherosclerosis burden in asymptomatic subjects., Arterioscler Thromb Vasc Biol. 2006

W.A. Sheremata et al.: Interferon-β1a reduces plasma CD31+ endothelial microparticles (CD31+EMP) in multiple sclerosis., J Neuroinflammation 2006