Proteasen

(Peptidasen) sind Enzymes, die eine hydrolytische Spaltung der Peptidbindungen an einem Protein- oder Polypeptidmolekül vornehmen. Sie kommen in nahezu allen Gewebearten und Zellen fast aller Organismen vor. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen intrazellulären und extrazellulären Proteasen. Intrazelluläre Proteasen erfüllen innerhalb der Zellkompartimente verschiedene regulatorische Aufgaben, die den Proteingehalt der Zelle betreffen. So werden unter anderem neu synthetisierte Proteine durch Abspaltung von Peptidfragmenten funktionell aktiviert. Signalproteasen wiederum spalten Signalpeptide von Proteinen ab und unterstützen damit deren Transport an ihren Einsatzort. Weiterhin sind intrazelluläre Peptidasen an der Prozessierung von Antigenen beteiligt.

Eine wichtige Rolle spielt hierbei das sowohl im Zytoplasma, als auch im Zellkern vorkommende , ein recht großer Peptidase-Komplex mit Abmaßen von etwa 11 mal 17 Nanometern, der mittels einer markierte Proteine erkennt und zu Fragmenten abbaut. Auf diese Weise können schädliche, fehlerhafte oder nicht mehr benötigte Polypeptide oder Proteine entsorgt werden. Die extrazellulären Peptidasen kommen in tierischen Organismen hauptsächlich im Verdauungstrakt vor. Dort katalysieren sie die hydrolytische Spaltung von aufgenommener Nahrung. In anderen extrazellulären Flüssigkeiten nehmen sie zum Teil hoch spezialisierte Aufgaben vor. So existieren beispielsweise spezifische Enzyme im Bereich des Blutgerinnungssystems, des Komplementsystems und des fibrinolytischen Systems. Protease-Inhibitoren, wie , Iodacetat oder unterbinden die Funktionsfähigkeit von Proteasen.

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