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Haupthistokompatibilitätskomplex (MHC)

Der Haupthistokompatibilitätskomplex (major histocompatability complex-MHC) umfasst eine Reihe von Genen der Wirbeltiere, die unter anderem für die Gewebeverträglichkeit bei Transplantationen sowie für die Immunerkennung verantwortlich sind. Kodiert sind im MHC unter anderem die MHC-Klasse I sowie die MHC-Klasse II.

Die Expression bildet die MHC-Proteinkomplexe, körpereigene Antigene auf der Oberfläche jeder Körperzelle, die immunologische Vorgänge regulieren. Über den MHC I-Weg werden infizierte oder entartete Zellen gezielt von den T-Killerzellen identifiziert und anschließend eliminiert. MHC-Klasse I-Komplexe befinden sich auf der Oberfläche von nahezu allen Kerne enthaltenden Zellen des Organismus und dienen der Antigenpräsentation für die Erkennung durch T-Killerzellen.

Die MHC II-Komplexe werden von den sogenannten Antigen-präsentierenden Zellen (APC) präsentiert und können von T-Helferzellen erkannt werden. Zu den APC gehören etwa die Monozyten, die Makrophagen und einige weitere Spezies. MHC II-Komplexe bewegen sich zunächst in das Endoplasmatischen Retikulum und sind dort mit der Invarianten Kette assoziiert. Letztere bildet mit einer weiteren Invarianten Kette ein Homotrimer. In diesem stabilisierten Zustand liegt der Komplex an calnexin gebunden vor und verlässt das ER.

Durch Proteasen wird die Invariante Kette (class-II-associated invariant chain peptide-CLIP) schließlich mehrfach gespalten. In der Bindungstasche verbleibt nur das CLIP zurück. Dissoziiert er, so wird er abgespalten und der MHC II-Komplex ist aktiv.

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