Isotyp-Kontrollantikörper

Isotypkontrollen sind Negativkontrollen, die das Ausmaß an Hintergrundsignal des Primärantikörpers aufzeigen. Als Isotypkontrollen verwendet man entweder aus Myelomzellen gewonnene Antikörper unbekannter Spezifität oder Antikörper gegen ein Antigen, von dem angenommen wird, dass es in den untersuchten Zellen nicht auftritt.

Idealerweise sollten die Isotypkontrollen den Arten, der schweren Kette (IgA, IgG, IgD, IgE oder IgM), der Unterklasse und der leichten Kette (Kappa, Lambda) des Primärantikörpers entsprechen. Bei der Verwendung eines direktmarkierten Primärantikörpers ist es wichtig, dass die Isotypkontrolle an dasselbe Fluorochrom konjugiert ist wie der Testantikörper. Die Verwendung eines Fluorochroms mit ähnlichem Spektrum reicht nicht aus.

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Warum Isotypkontrollen verwenden?

Isotypkontrollen zeigen das Ausmaß unspezifischer Bindung an die untersuchten Gewebe oder Zellen. In Mäusen produzierte Antikörper binden zum Beispiel unabhängig von der Spezifität des Testantikörpers stark an menschliche Leukozyten. In diesem Fall würde bei der Verwendung von menschlichen Zellen oder Geweben für eine exakte Auswertung der Versuchsergebnisse eine Maus IgG2a Isotypkontrolle benötigt werden.

Die unspezifische Bindung von Primärantikörpern ist typischerweise bedingt durch:

  • Unspezifische Fc-Rezeptorbindung an Zellen
  • Unspezifische Antikörperinteraktionen mit zellulären Proteinen
  • Autofluoreszenz der Zellen

Anwendungen für Isotypkontrollen

Isotypkontrollen werden typischerweise als Kontrollen in der Durchflusszytometrie (FACS) verwendet. Isotyp-Kontrollantikörper können als Standard, Blockierungsmittel oder Beschichtungsprotein in zahlreichen wissenschaftlichen Anwendungen wie , , , , und eingesetzt werden.

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