Rekombinante Antikörper

Abbildung 1: Proteolytischer Verdau eines Antikörpers mit Papain und Pepsin. Im ersten Fall wird der Antikörper oberhalb der Gelenkregion gespalten und man erhält ein sog. FC-Fragment (aus zwei konstanten Domänen der schweren Kette) und zwei Fab-Fragmente (variable und konstante Domänen beider Ketten). Bei der Spaltung mit Pepsin erfolgt der „Schnitt“ unterhalb des Gelenkes. Die beiden Fab-Fragmente sind verbunden (F(ab´)2) und das Fc Fragment wird in mehrere Stücke gespalten, von denen das größte als pFc´ bezeichnet wird.
Die Antikörperfragmente behalten nach der Spaltung ihre Fähigkeiten. Fab und F(ab´)2 binden weiterhin spezifisch an ihr Antigen, üben aber aufgrund des fehlenden Fc-Fragments keine Effekte auf Zellen aus, die über Fc-Rezeptoren verfügen. Aufgrund ihrer geringeren Größe können die Fragmente gut zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden, da sie leichter an ihren Einsatzort gelangen. Auch das Fc-Fragment behält seine Funktion und kann z.B. eingesetzt werden, um Fc-Rezeptoren auf Zellen zu blockieren.
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