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Neurologie: Immunoblotanalysen an Dynamin 1 Knock-Out Mäusen

Dynamin 1 ist eine neuronenspezifisches Guanosintriphosphatase, von der angenommen wird, daß sie für die Endozytosereaktionen der synaptischen Vesikel im synaptischen Spalt unerläßlich ist. Unerwarteterweise waren aber Mäuse ohne Dynamin 1 in der Lage funktionsfähige Synapsen auszubilden, auch wenn ihre Lebensfähigkeit nach der Geburt beschränkt war.
S. M. Ferguson und seine Mitarbeiter von der Yale University untersuchten u.a. mit Hilfe von Immunoblotanalysen die Neuronen im Gehirn von Dynamin 1 Knock-Out-Mäusen. Die Immunoblotanalysen von Gehirngewebe und lysierten Kortikalneuronenzellkulturen mit Dynamin 1, Dyamin 2 und Dyamin 3-Antikörpern wiesen die Abwesenheit von Dynamin 1 in Dynamin 1-KO-Mäusen nach, sowie einen starken Rückgang der Gesamtdynaminwerte. Dies zeigt, daß Dynamin 1 bei weitem das dominante Dynamin im Nervensystem ist. Der Immunoblot von Dyamin 2 und Dyamin 3, sowie der an synaptischer Transmission und Vesikelendozytose beteiligter Proteine α-Adaptin und Clathrin ergab für diese Moleküle unveränderte Werte. Bei den Dynamin 1-KO-Mäusen war die synaptische Vesikelendozytose im Falle starker exogener Reize erheblich behindert, funktionierte aber nach Beendigung des Reizes wieder. Daher gibt es wohl von Dynamin 1 unabhängige Mechanismen, die eine eingeschränkte synaptische Vesikelendozytose ermöglichen. Dynamin 1 scheint aber für hohe neuronale Aktivität notwendig zu sein.

Zu diesem Thema finden Sie folgende Antikörper auf antikoerper-online.de:

Dynamin

α-Adaptin

Clathrin

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13.06.2007 | Anna Lena Marwedel   RSS Feed   Fachbeiträge   Bookmark and Share

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