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Kapselproteinantigen nutzt MHC Klasse II-Tubuli zum Transport

Aktuelle immunologische Modelle gehen davon aus, daß die Aktivierung von T-Lymphozyten, die für humorale und zelluläre Immunreaktionen notwendig ist und zu einem immunologischen Erinnerungsvermögen für Pathogene führt, allein von proteinösen Antigenen bewirkt wird.
Die Antigene sollen dann prozessiert, zu kleinen Peptiden abgebaut, auf Moleküle geladen und als MHC/Peptidkomplexe zur Zelloberfläche transportiert werden, wo dieser von den erkannt wird. T. L. Stephen und seine Kollegen von der Universität Köln beleuchteten jetzt mit ihrer Studie den Mechanismus der MHC Klasse II (MHCII)-abhängigen Präsentation des bakteriellen Kapselpolysaccharids von . Anhand von Mäusen wurde gezeigt, daß Sp1 in MHCII-positiven Tubuli von lysosomalen Kompartimenten zur Plasmamembran gebracht werden, um dort präsentiert zu werden. Das Kapselpolysaccharidantigen nutzt also DC-Tubuli als ein Transportmittel für den MHCII/Saccharid-Komplex, um an der Zelloberfläche die T-Zellaktivierung auszulösen. Die Abwesenheit des DM-Moleküls, das dafür sorgt, daß die MHC mit hoher Effizienz Antigenpeptide laden, führte in vitro zu einem Rückgang der MHC/Kohlenhydrat-Komplexe und in vivo zu einem signifikanten Rückgang der T-zellabhängigen Immunreaktionen gegen das Polysaccharid. Die Ergebnisse legen eine fundamentale Änderung des immunologischen Modells nahe und bieten unerwartete Möglichkeiten für die Entwicklung neuartiger Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten.

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Antikörper aus dem Forschungsgebiet strong>„Immunology“:

Antikörper aus dem Forschungsgebiet „Bacteria“:

Antikörper aus dem Forschungsgebiet „Major Histocompatibility Complex“: