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Mutation im TIRAP-Gen schützt vor Infektionskrankheiten

Eine bestimmte Variante eines wichtigen Signalmoleküls downstream von könnte gegen häufige Infektionskrankheiten schützen. Das jedenfalls berichteten die Autoren einer aktuellen Studie in Nature Genetics.

Das (Mal, auch TIRAP genannt) vermittelt die Signalgebung downstream von und und wird von dem TIRAP-Gen kodiert. Der Signalweg von Mal und den TLRs spielt eine wichtige Rolle in der Entwicklung von Entzündungsreaktionen gegen mehrere mikrobielle Komponenten. Genetische Variationen im TIRAP-Gen könnten also die Anfälligkeit für häufige Infektionskrankheiten beeinflussen. C. Khor und Kollegen vom Wellcome Trust Centre for Human Genetics der University of Oxford analysierten 33 SNPs (Single Nucleotide Polymorphisms) von TIRAP in mehreren Populationen aus Großbritannien, Vietnam und verschiedenen afrikanischen Ländern. Ein SNP, resultierend aus einer Substitution von Serin durch Leucin an Position 180 (Ser180Leu) im TIRAP-Protein, kam weniger häufig in Individuen vor, die an invasiver Lungenentzündung, Bakteriämie, Malaria oder Tuberkulose litten. Heterozygotie für TIRAP Ser180Leu war mit einem Schutz vor diesen Krankheiten assoziiert. TIRAP-Protein Leu180 scheint funktionell defekt zu sein. Die Induktion der Interleukin-6-Produktion nach Stimulation durch TLRs war in Zellen aufgehoben, die TIRAP Leu180 exprimierten. Das Leucin anstelle von Serin an Stelle 180 verhindert die Interaktion zwischen TIRAP und TLR2. Der schützende Effekt in Heterozygoten wird also wahrscheinlich durch eine abgemilderte oder aufgehobene TLR-Signalwirkung hervorgerufen.

Zu diesem Thema finden Sie folgende Antikörper auf antikoerper-online.de:

Antikörper aus dem Forschungsgebiet „Immunology“: