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Im Mausmodell schützt ein TLR-5 Agonist vor radioaktiven Strahlenschäden

Eine Forschergruppe des Roswell Park Krebsinstituts (USA) untersuchte den Apoptose-unterdrückenden Effekt von Tumorzellen im Zusammenhang mit gesunden Zellen, die schädigender radioaktiver Strahlung ausgesetzt wurden.
Ionisierende Strahlung führt zu massiver Apoptose in den strahlenempfindlichen Organen. Ein neues Medikament, das Apoptose-unterdrückende Mechanismen aktivieren kann, die normalerweise von Tumorzellen genutzt werden, wurde jetzt auf seinen schützenden Effekt auf bestrahlte gesunde Zellen getestet.

Die Wissenschaftler benutzten das Polypeptidmedikament CBLB502 für ihre Studie. CBLB502 wird aus Salmonellenflagellin gewonnen und bindet an TLR-5. Es aktiviert die NF-κ-B Signalgebung. Eine einzige Injektion des Medikaments reichte aus, um Mäuse sowohl vor gastrointestinaler als auch hämatopoetischer akuter Strahlenkrankheit zu schützen und führte zu einer verbesserten Überlebensrate, wenn das Medikament vor der letalen Ganzkörperbestrahlung injiziert wurde.

Wenn CBLB502 nach der Bestrahlung injiziert wurde, verbesserte sich die Überlebensrate auch, allerdings nur bei geringeren Strahlungsdosen. Das Medikament verringerte die strahlungsbedingte Tumoranfälligkeit im Mausmodell nicht.

CBLB502 scheint auch in letal bestrahlten Rhesusaffen eine strahlungsschützende Aktivität zu entfalten. TLR-5-Antagonisten könnten daher ein Gewinn für die Krebsbestrahlungstherapie sein und auch ein biologischer Schutz für Notfälle mit radioaktiver Strahlung werden.

Folgende Antikörper finden Sie hierzu auf antikoerper-online.de:

TLR-5

Salmonella

Salmonella Flagellin

NF-κ-B

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30.07.2008 | Anna Lena Marwedel   RSS Feed   Fachbeiträge   Bookmark and Share

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