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Ein Antidepressivum verlängert das Leben erwachsener Caenorhabditis elegans

Ein beim Menschen eingesetztes Antidepressivum verlängert die Lebensdauer des Fadenwurms Caenorhabditis elegans. Das Medikament blockiert in menschlichen Patienten normalerweise die Nervensignale des Neurotransmitters Serotonin. In Caenorhabditis elegans kann der positive Effekt auf die Lebensspanne durch Mutationen verringert oder zerstört werden, die die Serotoninsynthese, Serotoninwiederaufnahme an den Synapsen oder die Aktivierung von zwei G-Protein-gekoppelten Rezeptoren betreffen. Einer von ihnen erkennt Serotonin, der andere Oktopamin (ein anderer Neurotransmitter).

Das Antidepressivum ist ein Antagonist beider Rezeptoren, wie in vitro Experimente verrieten. Das Medikament wurde an Würmern mit eingeschränkter Nahrungsaufnahme getestet und an Würmern mit Mutationen, die die Lebenserwartung beeinflussen. Die Ergebnisse legen nahe, daß die Wirkungsweise des Medikaments Mechanismen beinhaltet, die mit der Lebensdauerverlängerung durch Hungern in Verbindung stehen.

Die Lebensspanne kann durch die Blockade bestimmter Formen der "Neurotransmission" verlängert werden, die in der Nahrungswahrnehmung des erwachsenen Tieres eine Rolle spielen. Dies kann zu einem wahrgenommenen (aber nicht "echten") Hungergefühl führen.
Die Forscher untersuchten 88 000 Chemikalien auf ihre Fähigkeit, die Lebensdauer erwachsener Caenorhabditis elegans Nematoden zu verlängern.

Folgende Antikörper finden Sie hierzu auf antikoerper-online.de:

Serotonin

Oktopamin

G-Protein

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31.03.2008 | Anna Lena Marwedel   RSS Feed   Fachbeiträge   Bookmark and Share

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