Gebiete:

Die PYY-Modulation kortikaler und hypothalamischer Gehirnregionen steuert die Nahrungsaufnahme des Menschen

Die Fähigkeit, eine adäquaten Nährstoffzufuhr zu gewährleisten, ist zum Überleben unerläßlich. Komplexe neuronale Schaltkreise haben sich im Säugetiergehirn entwickelt, um viele Aspekte des Eßverhaltens zu regulieren.
Von den Hirnregionen des Hypothalamus und Stammhirns wird angenommen, daß sie für die Regulation des Körpergewichts verantwortlich sind. In der modernen menschlichen Umgebung ist die Nahrungsaufnahme zu großen Teilen durch nicht-homöostatische Faktoren bestimmt, darunter Kognition, Emotion und Belohnung, die vornehmlich im limbischen Cortex und höheren kortikalen Gehirnregionen prozessiert werden.

Obwohl die Freude am Essen von dem Sättigungsgrad moduliert wird und Nahrungsmangel den Belohnungswert von Nahrung erhöht, gibt es zur Zeit keine adäquate neurobiologische Darstellung für diese Interaktion zwischen homöostatischen und höheren Zentren in der Regulation der Nahrungsaufnahme beim Menschen.

R. L. Batterham und ihre Kollegen von der Universität London zeigten nun, daß das , ein physiologisches Sättigungssignal des Darms, die neuronale Aktivität innerhalb des limbischen Cortexes, sowie höherer kortikaler Areale und homöostatischer Hirnregionen, moduliert. Unter Bedingungen mit hohen -Plasmawerten, die eine Sättigung vortäuschen, sagten Veränderungen der neuronalen Aktivität innerhalb des caudolateralen, orbitalen und frontalen Cortex ein Eßverhalten unabhängig von mahlzeitabhängigen sensorischen Reizen voraus. Bedingungen mit niedrigen -Werte sagen die Aktivierung des Hypothalamus und Nahrungsaufnahme vorher. Die Anwesenheit eines Sättigungsfaktors nach dem Essen bewirkt eine Veränderung in der Regulation der Nahrungsaufnahme von einem homöostatischen zu einem Lustareal im limbischen Cortex.

Die Studie verschafft Einblicke in die neuronalen Netzwerke des Menschen, der auf ein bestimmtes Sättigungssignal reagiert, um seine Nahrungsaufnahme zu steuern. Ein verbessertes Verständnis davon, wie homöostatische und höhere Hirnfunktionen miteinander integriert werden, könnten den Weg für die Entwicklung neuer Behandlungsstrategien für Fettleibigkeit ebnen.

Folgende Antikörper finden Sie hierzu auf antikoerper-online.de:

Antikörper aus dem Gebiet Diabetes: