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Virale miRNS kann die immunrelevante Genexpression des Wirts verändern

Kürzlich wurden in Herpesviren viral kodierte mikro-Ribonukleinsäuren (miRNS) entdeckt. Ihre biologischen Funktionen sind aber weitestgehend unbekannt.
N. Stern-Ginossar, N. Elefant und weitere Mitarbeiter der Hadassah Medical School der Hebräischen Universität in Jerusalem, Israel entwickelten jetzt einen Algorithmus für die Vorhersage der Ziele von miRNS und wandten ihn auf die miRNS des humanen Cytomegalievirus an. Das Ergebnis war die Identifizierung des MICB (major histocompatibility complex class I-related chain B)-Gens als Topkandidat für das Ziel der Cytomegalieviren-miRNS hcmv-miR-UL112.
MICB ist ein streßinduzierter Ligand für den Rezeptor NKG2D, der natürliche Killerzellen (NK) aktiviert und bedeutsam ist für die Tötung virusinfizierter Zellen und Tumorzellen durch die natürlichen Killerzellen.
Die Forscher zeigten, daß hcmv-miR-UL112 die MICB-Expression spezifisch während der Infektion drosselt und damit eine verringerte Bindung von NKG2D bewirkt mit verringerter Zytolyse durch NK-Zellen. Die Ergebnisse enthüllen einen miRNS-basierten Umgehungsmechanismus des Immunsystems, der offenbar vom humanen Cytomegalievirus ausgenutzt wird.

Folgende Antikörper finden Sie hierzu auf antikoerper-online.de:

Human Cytomegalievirus (hCMV)

Major Histocompatibility Complex Class I

Natural Killer Cells

NKG2D

Herpesvirus

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31.07.2007 | Anna Lena Marwedel   RSS Feed   Fachbeiträge   Bookmark and Share

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